18. September 2021, 08:30 Uhr
SVFF Luzern
Clubhaus Beach Anlage, Mooshüslistrasse, 6020 Emmenbrücke
Die SVFF Luzern freut sich sehr, die diesjährige 9. Mölkky Schweizermeisterschaft in Luzern organisieren zu dürfen. Hierbei handelt es sich um ein Plauschturnier, an dem jede Person herzlich eingeladen ist teilzunehmen. Hierfür benötigt man keine Mölkky-Kenntnisse. Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme aus jeder Region. Details entnehmt ihr bitte aus dem Flyer.
Mölkky Schweizermeisterschaft (Plauschturnier)

Turnier-Bericht

9. Mölkky-Schweizermeisterschaft 2021

25 Mannschaften aus 6 verschiedenen Kantonen hatten sich zur 9. Mölkky Schweizermeisterschaft angemeldet. Wieder waren Werfer aus sämtlichen bisherigen Schweizermeister-Teams seit Beginn der Austragungen vertreten. Der Heimkanton Luzern stellte mit 7 Doppelpaarungen den grössten Anteil. Dahinter folgten Schaffhausen und Solothurn mit je 6 Teams und Zürich mit deren 4. Je ein Team aus Thurgau und Bern komplettierten das Starterfeld.

Nach Kaffee, Gipfeli und einer kurzen Begrüssung startete der Wettbewerb in 3 Gruppen à 6 Mannschaften sowie einer Gruppe mit 7 Teams mit Zweisatz-Gruppenspielen jeder gegen jeden. In der Gruppe A setzten sich «Täydellinen Rajoitus» gegen den Kantonsrivalen «Flugschneisenwerfer» mit 3 Satzpunkten Vorsprung klar durch. Daneben zogen «The Kevins» sowie «Nuori ja kaunis» in die Finalrunde ein während «Öufi plus eis» satzgleich nur 27 Spielpunkte fehlten für das Weiterkommen. «Waldorf & Stattler» mussten sich mit Platz 6 begnügen.

Die Gruppe B beherrschten «Superalligator» und «Rundholz», wobei erstere das Direktduell und damit die Gruppe für sich entschieden. Die Meister von 2013, die «Mölkkychamps» kamen locker weiter während die erstmals antretenden Schaffhauser «Uusi Kaupunki» mit ihren 3 Satzpunkten sich nur dank den Spielpunkten über dem Strich halten konnten. Leidtragenden waren die lokalen «Karhukopla» und «Grillimakkara», der achte aus dem Vorjahr. Der Titelverteidiger «Falkenmölkker» schwang gegen seine Kantonsrivalen «Holzkarpfen» und «Mölkky Tölkki» in der grossen Gruppe C oben aus. Hinter den 3 Schaffhausern schaffte es das einheimische Team «Mölkkymaisterit» wiederum dank Spielpunkten ins Achtelfinale. Mit den «Petankkia’s» traf es die zehnplatzierten des Vorjahres, das einzige Berner Team «Mölkkypölkky» und die einheimischen «Hyväntahtoisia rapuja».

In der Gruppe D war der Kapitän von «Eglifilet» der einzige Nichtneuling am Turnier. Diesen Vorteil münzte er mit seinem neunen Spielpartner gekonnt in einen ungefährdeten Gruppensieg um (von 500 möglichen Spielpunkten holten sie deren 491, der Spitzenwert des Vormittags). Dahinter reichte es den lokalen Teams «Eläkeläiset», «Nööö79» und «Susijengi» für einen Platz an der Sonne während «Chrütli» und «Neustadt» im Schatten standen. Trotzdem gelang es keinem «grünen Team» der Gruppe D, die Achtelfinals zu überstehen. Zu stark waren die meist turniererfahreneren Gegner aus der «roten Gruppe» B. Die einzige kleine Überraschung war das 2:1 der Neulinge «Uusi Kaupunki» gegen «Eglifilet». Im Duell der gelben Gruppe A und der blauen Gruppe C schafften «The Kevins» die grösste Überraschung, indem sie die vorjahresvierten «Holzkarpfen» 2:1 eliminierten, die sowohl im zweiten als auch im dritten Satz einen Überwurf zu beklagen hatten. Dramatisch war auch der vierte KO-Ernstkampf in Folge zwischen den «Flugschneisenwerfern» und «Mölkky Tölkki». Die zuletzt dreimal knapp unterlegenen Schaffhauser begannen nervös, doch die Zürcher mussten einen Überwurf hinnehmen. In der Folge kamen sie nochmals auf 48 Zähler heran, konnten das Break jedoch nicht mehr verhindern. Dank eines um sieben Punkte besseren Rebreaks lag das Anwurfrecht für den Entscheidungssatz am Ende doch bei den «Flugschneisenwerfern». In diesem war das Glück auf Zürcher Seite, die freigewordene hohe Punkte für sich verbuchen konnte und so 50:32 gewann.

Im Viertelfinal wurden sämtliche «roten Teams» eliminiert. Das klarste Verdikt gab es für die Erststarter «Uusi Kaupunki» beim 0:2 gegen die «Flugschneisenwerfer». Für die die knappste Entscheidung sorgten die «Falkenmölkker» beim Kantonsduell gegen «Rundholz» und einem 50:47 Break zum 2:1, einer kampfreichen Aufholjagd nach 0:1 Satzrückstand gänzlich ohne eigenen Anwurf. Auch «Täydellinen Rajoitus» musste gegen die «Mölkkychamps» in einen Entscheidungssatz, gewann diesen aber verhältnismässig klar mit 50:27 und verwies die Vorjahresfinalisten damit auf die Plätze 5-8. Auch der «Solothurner-Final» zwischen «Superalligator» und «The Kevins» ging über 3 Sätze. Alle waren eng, aber «The Kevins» nutzten das um 4 Spielpunkte erreichte Anwurfrecht zum 50:41 Sieg. Die Überraschung des Achtelfinals wurde also sogleich bestätigt. Unter den besten 4 mussten sich die blauen Titelverteidiger «Falkenmölkker» nun gegen 3 gelbe Mannschaften erwehren. Zuerst bekamen die es mit «Täydellinen Rajoitus» zu tun, doch nach einen knappen 50:48 Break im ersten Satz war deren Gegenwehr am Ende und die Falken marschierten mit 50:20 Richtung Final. Dort trafen sie auf die «Flugschneisenwerfer», welche sich aufgrund eines Überwurfs erst im Entscheidungssatz gegen «The Kevins» durchsetzen konnten, diesen jedoch mit 50:23 klar für sich entschieden. Die beiden Solothurner liessen sich davon aber keineswegs von ihrem Weg der sportlichen Überraschungen abbringen und holten sich gegen den eigenen Gruppensieger mit 2:0 diskussionslos Bronze.

Soviel zum Thema im letztjährigen Turnierbericht, über wie weit sich talentierte Spieler und harmonierende Team in einem Jahr entwickeln können. Langerwartete Affiche war dann am Ende eines langen Spieltages das Final zwischen den beiden Teams mit den bisher meisten Nennungen auf dem Pokal. Sie standen sich erstaunlicherweise erstmals erst im Endspiel gegenüber (die beiden letzten Duelle gingen jedoch klar an die beiden Schaffhauser). Die Falken legten los wie die Feuerwehr und holten sich den ersten Satz bei eigenem Anwurf in Rekordzeit fehlerfrei und nach nur 6 Würfen mit 50:37. Und sie konnten gleich nochmals anwerfen, das dem Gegner das erste Holz im zweiten Satz über die Kegel hinwegflog. Fehler begannen sie nach wie vor keine, doch am Ende wollte die 12 bei 38:38 dann doch nicht alleine fallen, wofür sich die «Flugschneisenwerfer» im zweiten Anlauf bedankten. Auch der dritte Anwurf in Folge gelang den Falken planmässig und so zogen sie im Entscheidungssatz rasch mit 47:19 davon nun waren bei den Zürchern Verteidigungskünste gefragt. Und die kamen, in dem ein bedrohlicher Dreierpulk mit der 3 drin nur leicht gesprengt wurde, sodass die Gefahr, nur einen einzelnen Kegel oder deren zwei davon zu treffen grösser wurde. Tatsächlich fiel bei den Schaffhausern darauf nur die 7, wobei man mit 25:21 noch immer vorne lag. Die «Flugschneisenwerfer» aber brachten sich durch Fehlwürfe erneut stark ins Hintertreffen und mussten bei 25:40 erneut verteidigen. Diesmal musste die freie 10 aus dem vorderen Spielbereich entfernt werden, was erneut gut gelang. Einmal verfehlten die «Falkenmölkker» sie, also brachten sich die Zürcher mit drei Punkten bei einer freien, nicht zu verteidigenden 12 mit 38:40 in Lauerstellung. Die Schaffhauser mussten nun treffen. Das Wurfholz flog diesmal praktisch direkt auf den Kegel und sicherte ihnen in extremis den vierten Titel! Eine verdiente Titelverteidigung (die zweite nach 2016) und eine schöne, gemeinsame Heimreise mit den anderen 5 Teams aus dem Norden, die den Erfolg teilweise phrenetisch bejubelt haben. Bei der zehnten Austragung soll sich dann zeigen, ob es nach 2015 wieder einmal ein neues Team zuoberst auf das Treppchen schafft. «The Kevins» haben zumindest schon mal das Podest beschnuppert in den Top 8 finden sich einige Teams nicht zum ersten Mal. Bleibt noch zu erwähnen, dass «Mölkky Tölkki» sportlich den grössten Charakter gezeigt haben und sich den «Makkara Cup» mit einem souveränen 2:0 gegen die jungen, wilden «Nööö79» geholt haben. Rang 9 ist gleichbedeutend mit dem Gewinn der letzten 3 Hoffnungs-Finalrundenpartien, herzliche Gratulation und ein baldiges Wiedersehen Euch allen!

Sportliche Grüsse und hoffentlich spielst Du im nächsten Jahr auch mit! Dass der letztjährige Organisator dieses Jahr auf dem Podest gelandet ist, sollte ein gutes Omen sein 😉

Georg vom Team Flugschneisenwerfer

Eindrücke des Turniers

Picture by S. Schilter
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